82 einfache Trading Tipps für 2020

Du suchst nach praktischen Trading-Tipps? 

Dann bist du hier absolut richtig!

Auf dieser Seite findest du 82 sofort umsetzbare Trading-Tipps für deinen Trading Erfolg.

Die Tipps wurden ihrer Wichtigkeit nach sortiert und in verschiedene Gruppen gruppiert.

Einfach im Inhaltsverzeichnis eine Gruppe auswählen oder direkt von oben nach unten durchlesen.

Einige Tipps enthalten weiterführende Links zu auserlesenen Quellen, die dein Trading 2019 auf’s nächste Level heben.

Viel Spaß beim Lesen!

1: Mindset

  1.  Konzentriere dich auf die Dinge, die du lernen musst– Richte deinen Fokus nicht darauf schnell Geld verdienen zu wollen! Sondern, dass du die Fähigkeiten lernst, die du lernen musst um profitabel zu traden. Denn das was du im Äußeren erreichst, ist das Ergebnis deiner inneren Welt.
  2. Denke langfristig– Die meisten überschätzen was sie in einem Jahr erreichen, aber unterschätzen was sie in 5-10 Jahren erreichen können.
  3. Bleib geduldig – Trading braucht Zeit – Ungeduld entsteht aus dem Bedürfnis heraus deine Wünsche sofort befriedigen zu wollen. Wenn du dich vom Gedanken des schnellen Reichtums verabschiedest und beginnst an deinen langfristigen Zielen zu arbeiten, wird es zu deiner zweiten Natur, geduldig auf die richtige Trading-Gelegenheit zu warten.
  4. Die Magie des Zinseszinses – Ein Konto von 10.000 € und einer jährlichen Rendite von 50 % haben sich nach 5 Jahren verfünffacht, nach 10 Jahren verzwanzigfacht und nach 15 Jahren verhundertfacht. Mache dir diese Macht zunutze! 
Trading Tipp Nr. 4: Die Macht des Zinseszins
  1. Sei beständig – Du wirst nicht für das Beginnen belohnt, sondern das du durchhältst und ständige an dir arbeitest.
  2. Learnig by Doing – Verschwende deine Zeit nicht damit zu lernen wie jede Strategie und jeder Indikator theoretisch funktioniert. Lerne die Basics und starte mit einem System in der Praxis.
  3. Habe keine Angst vor Fehlern – Der größte Fehler den du beim Traden machen kannst, ist Angst davor zu haben einen Fehler zu machen.
  4. Übernimm die Verantwortung – Suche nicht die Schuld für deinen Misserfolg im Mark oder bei sonst irgendjemanden. Für deinen Erfolg bist einzig und allein du verantwortlich!
  5. Lerne nicht aus Verlusten, sondern aus Fehlern – Verluste sind Teil des Spiels und kein Indiz dafür, dass du einen Fehler gemacht hast. Wenn du einen Fehler machst, so lerne draus und mache ihn nie wieder, auch wenn es am Ende ein Gewinn war.
  6. Richte deine Aufmerksamkeit auf Entscheidungen – Nicht das Ergebnis eines einzelnen Trades ist entscheidend, sondern die Entscheidungen auf dessen Grundlage du ihn platziert und gemanagte hast.
  7. Mach deine eigene Sache – Lerne von anderen, sei offen für neues und bilde dich stets weiter. Aber finde dein eigenen Trading-Stil. Denn dies ist der heilige Gral für jeden Trading-Erfolg.

2: Die perfekte Ausrüstung

  1. Der richtige PC– Um stressfrei zu traden brauchst du zuverlässiges Werkzeug. Achte beim Kauf deines PCs das er folgende Kriterien mindestens erfüllt:
    • Arbeitsspeicher – 8 GB RAM
    • Festplattenspeicher – 128GB SSD
    • leistungsstarker Prozessor (Intel Core i5 oder AMD Ryzen 5)
    • Grafikkarte für 2 Bildschirme
  1. Sorge für ein perfekten Überblick– Habe mindestens zwei, maximal drei 24 Zoll Monitore an deinem Arbeitsplatz. Nutze einen (oder zwei) Monitor(e) für deine Charts. Den anderen für News, Analysen und Tradeplanung.
  2. Die geeignete Ausrüstung für Unterwegs– Hol dir hierzu einen Laptop (min. 15 Zoll) mit den gleichen Anforderungen wie oben beschrieben sowie einen zweiten Monitor für deine Reisetasche. Bei Amazon unter „mobiler Monitor“. findest du passende Monitore für Unterwegs.
  3. Habe einen zusätzlichen PC– Auch wenn du keinen Laptop benötigst, ist es sinnvoll einen zweiten PC im Haus zu haben. Falls dein Rechner mal versagt hast du immer eine Ausweichmöglichkeit.

Internet Verbindung

  1. Eine vernünftige Internetverbindung ist Grundvoraussetzung – Ohne Internet lässt es sich sehr schlecht traden. 😉
  2. Verfüge über eine Sicherheitsverbindung – Falls du mal Störungen mit deiner Internetverbindung hast, solltest du wissen was zu tun ist. Entweder nutzt du die Hotspot-Funktion deines Smartphones oder du hast einen mobile Surfstick griffbereit.

Software

  1. Das richtige Betriebssystem – Die meiste Trading-Software läuft auf Windows Basis und nur einige Anbieter haben MacOS zusätzlich im Angebot. Deswegen bist du mit Windows am besten aufgestellt.
  2. Entrümpele kostenlose Chart-Software – Die Chartsoftware von den meisten Brokern ist oft kostenlos, aber völlig überladen, dies lenkt nur ab. Entferne deshalb nutzlose Dinge, die du sowieso nicht brauchst. Ein Fenster für deine Charts und eins für deine Orderübersicht ist völlig ausreichend.
  3. Professionelle Chart-Software – Wenn du lieber professionelle Software nutzen willst (was ich dir nur wärmstens empfehlen kann), dann empfehle ich dir den NinjaTrader. Die LifeTime-Lizenz kostet zwar $ 1099, aber sie ist jeden Cent wert. Für Chart-Analysen und Demo-Trading kannst du ihn jedoch gratis verwenden. Zusätzlich mit dem kostenlosen Datenfeed von Kinetick (EOD-Daten) hast du so eine professionelle Analyse-Software für umsonst. 🙂
  4. Teste die Trading-App deines Brokers – Einige Broker bieten dir auch eine Trading-App an. Zum kurzen abchecken oder mangen deiner Orders von unterwegs sind sie extrem nützlich.
  5. Verwende eine Remote-Software – Hat dein Broker keine Trading-App oder verwendest du eine professionelle Chart-Software, dann nutze Programme wie AnyDesk oder TeamViewer, um aus der Ferne mit deinem Smartphone, Tablett oder Laptop auf deinen Trading-PC zuzugreifen. Die Nutzung für Privatkunden ist natürlich kostenlos 🙂

3: Handelsprodukte

  1. Leite aus deinen Ressourcen deine Produkte ab – Deine Zeit sowie dein verfügbares Kapital entscheiden darüber, welche Handelsprodukte du traden solltest. In der Tabelle unten siehst du welche Produkte zu deiner Kontogröße und deiner verfügbaren Zeit passen. Zusätzlich siehst du in der Spalte „Chart-Zeiteinheit“ auf welcher Zeitebene du die unterschiedlichen Produkte traden solltest.
Übersicht Handelsprodukte
  1. Kleinere Zeiteinheit heißt nicht gleich mehr Rendite – Viele Trading-Neulinge (so wie ich damals auch) verfallen oft dem Glauben, dass sie mit kurzfristigem Daytrading mehr Gewinne erzielen können als mit längerfristigen Positionen. Dies ist aber ein Irrglaube. Kurzfristiges Trading ist nicht nur sehr zeitintensiv, sondern es erfordert auch sehr viel Erfahrung und ist deswegen gerade für Anfänger sehr anstrengend. Beginne stattdessen auf einer hören Zeiteinheit und halte deine Trades über mehrere Tage und Wochen und du wirst sehen, dass du auch auf dieser Zeitebene sehr gute Gewinne erzielen wirst.
  2. Behalte die Kosten im Auge – Kenne die Kosten der Produkte die du tradest, denn sie schmälern deine Gewinne. Beachte vor allem bei Forex und CFD´s das du bei Positionen über mehrere Tage eine Rollover zahlst, solche Kosten verringern bei längeren Haltedauern gewaltig deine Renditen.

4: Der richtige Broker

Broker für Aktien und Turbo Zertifikate

  1. Nutz den Brokerage von Onlinebanken – Für Asset wie Aktien und Turbo Zertifikate ist der Brokerage von Onlinebanken wie der Ing DiBa oder Comdirect optimal geeignet.
  2. Speichere dir die Telefonnummer deines Brokers ein – Falls irgendwas mal mit deinen Orders nicht stimmen sollte, hast du so die Telefonnummer deines Brokers sofort griff bereit.

Forex und CFD Broker

  1. Mach einen großen Bogen um Market Maker – Market Maker oder Dealing Desk Broker bilden ihre Kurse selbst, da sie ihre Orders nicht am Interbankenmarkt ausführen. Das führt dazu, dass die Kurse sehr stark von den tatsächlichen abweichen können.
  2. Trade bei Broker mit niedrigem Spread – In den Spreads liegen die versteckten Tradingkosten. Achte deshalb darauf das die Spreads deines Brokers so niedrig wie möglich sind.
  3. Bevorzuge ein Kommission Modell – Seriöse Broker verdienen ihr Geld entweder über den Spread oder über eine Gebühr, die bei jedem Trade erhoben wird, eine sogenannte Kommission. Broker mit einem Kommission-Modell bieten dir in der Regel einen sehr niedrigen Spread an, wodurch du auch sehr geringere Trading-Kosten hast. Des Weiteren bieten dir solchen Broker viel mehr Freiheiten deine Orders dort zu platzieren, wo du sie auch haben willst.
  4. Trade nur bei einem Non Dealing Desk Broker – Ein Non-Dealing-Desk Broker leitet deine Order direkt zum Interbankenmarkt weiter und lässt keinen Spielraum für einen Re-Quote zu.
  5. Meide STP Broker – STP Broker „Straight Through Processing“ zu Deutsch „sofortige Durchleitung“ gehören zwar in die Gruppe der Non-Dealing Desk Broker und leiten deine Order an einen Banken- bzw. Liquiditätspool weiter ABER der Liquiditätspool besteht meist nur aus sehr wenigen Anbietern.
  6. Registriere dich NUR bei einem ECN Broker – ECN Broker (Elektronic Communications Network) sind die zweite Form der Non Dealing Desk Broker. Bei diesen Brokern wird deine Order direkt zum Interbankenmarkt weitergeleitet sowie mit anderen Kunden-Orders verrechnet. Somit arbeitet der Broker nicht gegen dich, sondern ist daran bestrebt dir immer den besten Kurs anzubieten. Mehr zum Thema findest du hier.
  7. Prüfe deinen Broker nach einem Segregated Account – Ein Segregared Account bedeutet das dein Broker die Kundenkonten getrennt von den eigenen Konten führt. Dies hat zur Folge das du auch im Falle einer Zahlungsunfähigkeit auf dein Geld Zugriff hast und dir somit einen unnötigen Rechtsstreit erspart bleibt. Eine genauere Beschreibung findest du hier.
  8. Achte auf den richtigen Support – Bei der Auswahl deines Brokers solltest du drauf achten das er Deutschen Support anbietet.
  9. Wisse in welchem Land dein Konto geführt wird – Damit du nur einmal im Jahr deine Steuern abführen musst und so liquider über das Jahr kommst, macht es durchaus Sinn einen Broker zu wählen der die Kundenkonten nicht in Deutschland führt.
  10. Zahle nur einen Teil deines verfügbaren Geldes auf dein Trading-Konto ein – 2017 hat die BaFin die Nachschusspflicht für CFD Broker in Deutschland verboten. Somit würdest du im Fall eines totalen Zusammenbruchs nur noch soviel verlieren, wie du auf deinem Trading-Konto eingezahlt hast. Die offizielle Pressemitteilung der BaFin kannst du hier durchlesen.

5: Optimale Märkte

  1. Trade mit dem Trend – Der Spruch „The Trend Is Your Friend“ ist keine abgedroschene Trader-Weisheit, sondern die Realität. Denn im Trend liegt der wahre Vorteil des Traders.
  2. Finde die aktivsten Märkte – Suche nach Märkten mit einem klaren Trend und einer hohen Volatilität und konzentriere dich auf sie.
  3. Starte auf einer höheren Zeitebene – Wenn du dir neben deinen Beruf ein funktionierendes Trading-Business aufbauen willst, dann beginne zunächst auf Tages-Chart Ebene deine Trades zu platzieren und halte sie über mehrere Tage, Wochen oder sogar Monate.
  4. Orientiere dich am großen Bild – Schaue dir den Kursverlauf der letzten 5-10 Jahre in deinem Markt an und orientiere dich an ihm.

6: Fundamentale Grundlagen

  1. Verstehe wie die Wirtschaft funktioniert – Um die wichtigsten Zusammenhänge an der Börse zu verstehen solltest du ein Grundlegendes Verständnis von der Weltwirtschaft haben. Ray Dalio, der Gründer von Bridgewater Associates, ein Hedgefonds welcher rund 160 Mrd. Doller (2019) verwaltet erklärt dir in seinem Video „Wie die Wirtschaftsmaschine funktioniert in 30 Minuten“ auf einfache Art und Weiße alles was du wissen musst, um die Grundlegende Funktionsweise der Wirtschaft zu verstehen.
  1. Behalte den Leitzins im Auge – Da du jetzt weißt wie die Wirtschaft funktioniert, weißt du auch warum du den Leitzins im Auge behalten solltest. Speichere dir diese Seite gleich in deinen Favoriten ab.
  2. Betrachte Nachrichten kritisch – Viele Nachrichtenportalen rechtfertigen Kursschwankungen mit Hilfe von tagesaktuellen Nachrichten. Betrachte dies kritisch, denn nur die wenigsten haben Einfluss auf den Kurs.
  3. Kenne die wichtigsten Wirtschaftszahlen in deinem Markt – Diese Form der Nachrichten können den Kurs tatsächlich beeinflussen. Deswegen solltest du über die wichtigsten Kennzahlen in deinem Markt sowie deren Veröffentlichungen Bescheid wissen. Zu den Wichtigsten zählen Quartalsbericht von Unternehmen, Arbeitsmarktzahlen sowie Zinssatzentscheidungen.

7: Moneymanagement

  1. Verwende nur dein Investitionskapital – Um ohne inneren Druck zu traden solltest du ausschließlich Geld verwenden, auf welches du nicht angewiesen bist.
  2. Riskiere deinen individuellen Einsatz – Jeder Mensch hat seine eigene Wertvorstellungen in Bezug auf Geld.
    Dieses Wertesystem beeinflusst unter anderem auch wie viel du bereit bist pro Trade zu riskieren.
    Ist deine Kontogröße zu klein, gehst du zu leichtsinnig mit deinen Trades um. Riskierst du zu viel, bist du zu vorsichtig und hast zu starke Verlustängste.
    Ein gutes Beispiel, um dies zu verdeutlichen ist der Vergleich mit einem Balanceakt auf einem Balken.
    Stell dir vor du würdest über einen Balken balancieren, der auf den Boden liegt.
    Dies sollte ein Kinderspiel sein, bei welchem du noch locker Späßchen machen kannst.
    Aber wie würdest du dich fühlen, wenn du diesen Balanceakt in 30 oder 100 Meter Höhe ohne Sicherung durchführen würdest?
    Obwohl sich die Übung von der Ausführung nicht geändert hat, stellt sie in dieser Höhe für die meisten Menschen eine enorme Schwierigkeit dar. Und so wie die Höhe des Balkens den Balanceakt beeinflusst, beeinflusst die Größe deines Kontos dein Trading.
    Deswegen starte mit einer für dich angemessenen Kontogröße und steigere dich langsam.
  3. Lege ein Risikokapital fest – Das Risikokapital ist der Anteil deines Gesamtkapitals, welchen du bereit bist zu verlieren. Diese Grenze soll verhindert, dass du dein gesamtes Vermögen verlierst. Wenn dein Investitionskapital 10.000 € ist und du bereit bist 30 % davon zu verlieren, so ist dein Risikokapital 3.000 €.
  4. Mit deinem Risiko bestimmst du deinen Gewinn – Du kannst die Höhe deines Gewinns nur mit zwei variablen beeinflussen. Dem Einzelrisiko pro Trade und den Abstand zum Stopp. Den Rest erledigt der Markt.

8: Risikomanagement

Regel Nummer 1: Verliere niemals Geld

Regel Nummer 2: Vergiss niemals Regel Nummer 1.

Warren Buffet
  1. Verwende IMMER einen Stopp – Ein Stopp ist für jeden Trade Pflicht. Es ist das Kursniveau, wo du die Reisleine für deinen Trade ziehst, um dein Kapital zu schützen. So wie ein Fallschirmspringer weiß, wann er seinen Fallschirm ziehen muss, muss ein Trader im Vorfeld wissen wann es Zeit zum Aussteigen ist.
  2. Betrachte Verluste als Betriebskosten –Verluste sind Ausgaben, die durch Gewinntrades gedeckelt werden müssen. So wie ein Unternehmen Ausgaben für Lohn, Gebäude und Fuhrpark hat, hat ein Trader Ausgaben in Form von Verlusttrades.
  3. Wisse wie wahrscheinlich eine Verlustserie ist – Dieses Wissen ist essenzielle Grundlage eines gutes Risikomanagement. Es hilft dir vor allem auch in längeren Verlustphase konsequent deine Trades umzusetzen. Die Wahrscheinlichkeit einer Verlustserie kannst du ganz einfach aus deiner durchschnittlichen Trefferquote berechnen. (Falls du bisher nur wenig Erfahrung hast, rechne mit 55 % Trefferquote und passe es später an deine eigene an.)

Trading Tipp Nr 52: Wahrscheinlichkeiten von Verlustserien

Aus dieser Berechnung kannst du nun ableiten mit welchen Verlustserien du rechnen solltest. Bei einer durchschnittlichen Trefferquote von 55 % ist es bei 100 Trades wahrscheinlich das du eine Verlustserie mit 7 Trades in Folge generieren wirst. Bei 1.000 Trades wären es 10 Verlusttrades in Folge. Und bei 10.000 Trades hättest du eine Maximale Verlustserie von 14 Trades.

  1. Berechne das Risiko für deine Trades richtig – Aus dieser gewonnen Erkenntnis kannst du nun das Einzelrisiko für jeden Trade berechnen. (Anstatt der 1 % Regel die dir jeder Heini erzählt) Dividier dazu einfach dein Risikokapital (Achtung nicht dein Gesamtes Investitionskapital) durch die größte Verlustserien. Dies ist natürlich abhängig von deiner Trade-Frequenz, aber als ein gutes Mittelmaß dienen die 10 Verluste in Folge bei 1.000 Trades. Bei 3000 € Risikokapital rechnest du einfach 3000 € / 10 = 300 € und erhältst somit das Einzelrisiko, welches du pro Trade riskieren kannst.
  2. Trade mit variablem Risiko – Betrachte das berechnete Einzelrisiko nicht als fixen Betrag für jeden Trade an. Schließlich gibt es viele Faktoren, die auf dein Trading einwirken. Wenn du positives Feedback vom Markt bekommst, dann gib auch Gas mit deiner Positionsgröße. Bist du aber in einem Drawdown und merkst dein System passt aktuell nicht zum Mark, dann fahre auch deine Positionsgröße runter.

9: Trading System Basics


Ein Trading-System ist eine Methode, mit der man konsistent eine Kauf- oder Verkaufsgelegenheit identifizieren kann, die sich mit erhöhter Wahrscheinlichkeit als lukrativ erweisen wird.

Marc Douglas
  1. Trade immer mit einem Vorteil (Edge) – Traden ohne Vorteil ist wie planloses zocken im Casino. Der Vorteil beim traden liegt einzig und allein in Marktineffizienzen.
  2. Werde zum Experten für ein Kursmuster – Konzentriere dich auf eine Handvoll Marktinformationen. Mehr ist nicht besser, sondern führt nur zu Überforderung und Verwirrung und letzten Endes zu Verlusten. Deswegen musst du deine Aufmerksamkeit bewusst nur auf die Informationen lenken, welchen du dich aussetzen willst. Weniger ist mehr.
  3. Führe dein Trading-System fehlerfrei aus – Die richtige Ausführung deiner Trades ist einer der wichtigsten Erfolgsfaktoren. Übe dein System also solange, bis du es fehlerfrei beherrscht. Somit machst du deine Ergebnisse reproduzierbar.
  4. Trade weniger aber dafür durchdacht – Viele angehende Trader sind getrieben von Ungeduld und der Hoffnung nach schnellem Geld. Dies sorgt dafür, dass sie reines Over-Trading betreiben. Getreu dem Motto: Viel, hilft viel! Platziere lieber wenige, aber dafür durchdachte Trades. Und ballere nicht wild mit Trades um dich.
  5. Lerne in Wahrscheinlichkeiten zu denken – Zu wissen unter welchen Bedingungen dein System profitabler ist und wann nicht ist essenziell. Dies lernst du am besten, indem du dein System konsequent anwendest.
  6. Trade Strategien mit einem positiven Erwartungswert – Der Erwartungswert ist das Herzstück eines jedem Trading-System. Denn er sagt dir, wieviel du für jeden riskierte Euro verdienst. Ist der Erwartungswert 0 tauscht du nur dein Geld. Ist er negativ, verbrennst du es. Ist er positiv, hast du eine kleine Gelddruckmaschine. Und so errechnest du ihn:

Erwartungswert = GewinnQuote x ØGewinn + VerlustQuote x ØVerlust

  1. Zweifel nicht an deinem Trading-System – Trading-Systeme mit einem positiven Erwartungswert sind nicht dazu da um hinterfragt zu werden!
  2. Trade ein System was zu dir passt – Es gibt viele Ansätze, die an der Börse funktionieren. Wichtig ist aber, dass du nicht blind ein System kopierst! Sondern eins tradest, wovon du absolut überzeugt bist und was zu deiner Persönlichkeit sowie deinen Lebensumständen passt.
  3. Keep it simple – Halte dein System so einfach wie möglich. Weniger ist mehr.

10: Trade – Planung

  1. Plane deine Trades – Damit es dir leichter fällt deine Trades fehlerfrei auszuführen, solltest du für jeden Trade im Vorfeld einen konkreten Plan erstellen. So weißt du was du in jeder Situation zu tun hast und erlebst keine unvorbereiteten Überraschungen. Auf diese Weiße machst du deine Ergebnisse reproduzierbar und baust enorme Disziplin auf.
  2. Definiere für jeden Trade ein Ziel – Ein realistisches Ziel für einen Trade ist das 2 – 3-fache deines Anfangsrisikos.
  3. Beachte dein CRV – CRV ist die Abkürzung für Chancen – Risiko Verhältnis. Also das Verhältnis zwischen dem was du riskierst und dem was du gewinnst. Plane deine Trades so, dass du ein mindest-CRV von 1:2 erreichst.

11: Trade – Management

  1. Lerne nichts zu tun – Wenn du in einem Trade bist, dein Stopp platziert ist und dein Tradeplan steht, kannst du dich entspannt zurücklehnen und dem Markt die Hauptarbeit überlassen.
  2. Lass deine Gewinne laufen – Natürlich solltest du dir für jeden Trade ein Ziel setzen. Aber genauso wichtig ist es zu lernen, wann man seine Gewinne laufen lässt und wann nicht. In Seitwärtsmärkten sind feste Kursziele die bessere Wahl. In Trendphasen solltest du stattdessen lernen deine Gewinne laufen lassen.
  3. Maximiere deine Gewinne mit einem Trailing-Stopp – Dies ist der beste Weg deine laufenden Gewinne konstant abzusichern und somit das maximale aus einem Trade rauszuholen. Dies kannst du mit Hilfe von Indikatoren wie dem Donchian Channel oder dem SAR Parabolish perfekt umsetzen.
  4. Perfektioniere deinen Ausstieg – Dein Entry ist wichtig, aber viel wichtiger ist der Kurs bei welchem du aus der Position aussteigst. Denn schließlich verdienst du mit dem Ausstieg dein Geld.
  5. Starte defensiv und werde zum Schluss aggressiv – In der Anfangsphase eines Trades solltest du mit deinem Stopp dem Markt genügen Luft zum Atmen geben. Kommst du dein Ziel immer näher, solltest du mit Hilfen von einem Trailing-Stopp die Schlinge immer enger ziehen.

12: Trade – Dokumentation

  1. Führe ein Trading Tagebuch – Um deine Performance jeder Zeit im Blick zu haben, solltest du die Ergebnisse deiner Trades festhalten. Dafür ist eine einfache Excel-Datei, in welcher du dir alle relevanten Daten deiner Trades auswertest, vollkommen ausreichend.
  2. Kenne deine wichtigsten Kennzahlen – Kennzahlen bündeln deine Trading-Aktivitäten auf ein Minimum und sagen so enorm viel über deine Trades aus. Deswegen weiß immer über die folgenden Parameter Bescheid:
    • Durchschnittlicher Gewinn / Verlust
    • Durchschnittliche Trefferquote
    • Erwartungswert
    • Aktuellen Stand deines Kontos (Profit / Loss)
    • Maximale Verlustserie
  3. Dokumentiere deine Trades – Nutze dazu die Zeichenwerkzeuge in deiner Chart-Software. Halte fest wo du eingestiegen bist, wie der Verlauf deines Stopps war und wo du deine Ziele platziert hast. Gab es während des Trades besondere Ereignisse oder hast du einen Fehler gemacht? So halte es fest! Dokumentiere dies am besten alles in deinem Chart und speichere es dir als Screenshot ab. Umso intensiver brennst du dir deine learnings in dein Gedächtnis. Ein richtig coole Software (und kostenlose) für einfache Screenshots ist Greenshot.

13: Trading – Psychologie

  1. Entwickle Mut – Mut ist das zu tun, was es zu tun gilt, obwohl mal Angst verspürt. Also wenn du dich für einen Trade entschieden und ihn sorgfältig geplant hast, dann ziehe ihn auch durch.
  2. Habe Vertrauen in deine Fähigkeiten – Nur weil du mal einen Verlust erlitten hast, heißt es nicht, dass du an deinen Fähigkeiten zweifeln musst. Einer der beste Weg um Vertrauen in dein Trading zu entwickeln, ist es Entscheidungsorientiert zu denken. Anstatt die Ergebnisse der einzelnen Trades als Feedback seiner Fähigkeiten anzusehen.
  3. Du hast die Freiheit zu wählen – Befreie dich von dem inneren Druck einen Trade platzieren zu müssen. Es steht dir jederzeit frei zu traden.
  4. Über das Ausmaß deiner Furcht bestimmst nur du – Die Kursschwankungen sind völlig neutral und liefern dir nur das zu fürchten, was du selbst zulässt.
  5. Arbeite an dir selbst – Betrachte schmerzhafte Emotionen wie Frustration und Niedergeschlagenheit als Handlungsbedarfssignal, an welchen du aktiv arbeiten musst.
  6. Hinterfrage deine Überzeugungen – Lass dich nicht durch eine engstirnige Sichtweise ausbremsen. Orientiere dich stattdessen am möglichen.
  7. Platziere deine Trades nicht auf Empfehlungen von anderen – Mach deine eigene Sache und treffe deine eigenen Trading-Entscheidungen. Denn am Ende des Tages war es dein Trade und du bekommst dafür auch die Rechnung.
  8. Arbeite an deiner Selbstdisziplin – Selbstdisziplin ist die Fähigkeit ein eigenkontrolliertes Verhalten an den Tag zu legen, welches die Zielerreichung aufrechterhält, indem man Ablenkungen entgegenwirkt. Eine der besten Methoden, um Ablenkungen im Trading entgegen zu wirken, ist jeden Trade im Vorfeld individuell zu planen und sich konsequent an diesen Plan zu halten.

All right. That’s it!

Sollte ich noch einen Tipp vergessen haben, schreib mir gerne eine E-Mail und ich werde ihn hier ergänzen.

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